Simon Eberle bekam im Alter von sechs Jahren seinen ersten Geigenunterricht, bevor er zwei Jahre später zum Cello wechselte. Ab 2002 wurde er von Stephan Haack, dem Solocellist der Münchner Philharmoniker unterrichtet.

Seit 2008 studierte der Cellist an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Wen-Sinn 

Yang, zunächst als Jungstudent,

seit 2011 im Vollstudium. Nach dem Abitur setzte er sein Studium fort und wechselte Anfang 2015 an die Musikhochschule Lübeck zu Prof. Troels Svane.

Aktuell studiert Simon Eberle bei Jens Peter Maintz an der Universität der Künste in Berlin und ist parallel dazu Mitglied der renommierten Karajan Akademie

der Berliner Philharmoniker.

Darüber hinaus besuchte er Meisterkurse u. a. bei David Geringas, Frans Helmerson, Wolfgang Boettcher, Natalia Gutman, Jian Wang, Ferenc Rados,

Thomas Grossenbacher, Gustav Rivinius, Peter Bruns, Francis Gouton, Ludwig Quandt, Conradin

Brotbek, Anner Bylsma und auf Einladung der Kronberg-Akademie bei Gary Hoffman.

Mit musikalischen Ratschlägen standen und stehen ihm zudem Jan Vogler, Olaf Maninger, Martin Löhr,

Andreas Grünkorn, Jakob Spahn,

Maximilian Hornung und Sebastian Klinger zur Seite.

Von 2007 bis 2010 war er Stipendiat der Jürgen-Ponto Stiftung, darüber hinaus ist er Stipendiat der Villa Musica Rheinland Pfalz, der Oscar und Vera Ritter Stiftung Hamburg, „Live Music Now“ München und der Deutschen Stiftung Musikleben. 

Außerdem wurde er von der Marie Luise Imbusch Stiftung und dem Deutschlandstipendium gefördert.

Von der Kronberg Akademie wurde er zu „Musik miteinander“ und einem Meisterkurs eingeladen.

Des weiteren erhielt er Stipendien für die internationale Akademie „Astona International“ (2009-2012), oder auch die internationalen Sommerakademien in Bad Reichenhall, Biel und Lenk, sowie für die Fondazione Accademia Chigiana in Siena und Interlaken Classics.

Der Cellist ist mehrfacher Preisträger bei

verschiedenen Wettbewerben.

Bei „Jugend musiziert“ gewann er sowohl in der Wertung „Duo mit Klavier“ als auch in der Wertung „Violoncello solo“ einen 1. Bundespreis mit Höchstpunktzahl und einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. 2011 erhielt er den Publikumspreis des Konzertvereins Ingolstadt, 

2013 wurde ihm der Förderpreis der Stadt Donauwörth verliehen. 

Beim Moritzburg Festival 2018 wurde er mit zwei Publikumspreisen ausgezeichnet.

Simon Eberle gewann 2019 beim internationalen Rising Stars Grand Prix den 2. Preis und

bei der Berliner International Music Competiton die Golden Medal with high distinction.

Wertvolle Orchestererfahrung sammelte er oft als Solocellist im Bundesjugendorchester, 

in der Jungen Deutschen Philharmonie, im Orchester M 18, der Hamburger Camerata, dem Münchner Kammerorchester, dem HR Symphonieorchester und den Berliner Philharmonikern.

In der Spielzeit 2015/16 war er als Akademist im NDR Elbphilharmonie-Orchester tätig.

Simon Eberle wurde ausgewählt zur Teilnahme an Valery Gergievs russisch-deutscher Musikakademie unter seiner Leitung und mit Musikern und in Kooperation mit dem Mariinsky Theater beim Festival „Stars of the White Nights“ in Sankt Petersburg.

Er spielt weltweit Konzerte unter Dirigenten wie 

Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim, Kirill Petrenko, Mariss Jansons, Zubin Metha, Daniel Harding, Christian Thielemann,  Esa Pekka Salonen,

Krzysztof Urbanski, Robin Ticciati, Thomas Hengelbrock, Mikko Franck, Ivan Fischer, Christoph Eschenbach, Andres Orozco Estrada, Herbert Blomstedt und John Elliot Gardiner. 

Solistisch konzertierte er mit Orchestern wie etwa dem Philharmonischen Orchester Heidelberg, 

dem Sinfonieorchester Ostallgäu, der Camerata Villa Musica, dem Oettinger Kammerorchester oder dem Philharmonischen Orchester Budweis unter Dirigenten wie Reinhardt Goebel, Werner Erhardt,

Peter Eötvös und Dietger Holm. 

Simon Eberle wirkte bei zahlreichen Fernseh-, Radio-,

Live- und CD Produktionen im In- und Ausland mit, 

u.a. für den Südwestrundfunk, den Bayerischen Rundfunk, den Hessischen Rundfunk und den Norddeutschen Rundfunk.

 

Er gastierte bei Festivals wie dem Heidelberger Frühling, der Verbier Festival Solo Academy,

den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern,

dem Mozartfest Würzburg, 

dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen, 

den Brandenburger Sommerkonzerten,

den Osterfestspielen Baden Baden, dem Festival der Nationen, der Moritzburg Festival Akademie, dem Zermatt Festival, dem Festival Aix en Provence und

dem Naantali Musikfestival, wirkte bei den Lunchkonzerten der Berliner Philharmoniker mit und konzertierte in kammermusikalischen Besetzungen mit Künstlern wie Pekka Kuusisto, Carolin Widmann,     

Gustav Frielinghaus, Nathan Laube, 

Igor Levit, Marc Bouchkov, Suyeon Kim,   

Sebastian Knauer, David Geringas, Ning Feng,    

Matan Porat, Edicson Ruiz und Veronika Eberle. 

 

Auch in der Streichquartett und Kammermusik-Besetzung wurde er unterrichtet und besuchte Meisterkurse bei Ferenc Rados, Tabea Zimmermann, Pamela Frank, Klaus Hellwig, Gabor Takacs-Nagy, Christian Stadelmann und Mitgliedern des Artemis-, Armida- und Vogler Quartetts unterrichtet.

 

Außerdem widmet sich der junge Cellist intensiv der zeitgenössischen Musik und dem Jazz. 

Inspiriert wurde er durch das Spielen von (Ur)-Aufführungen und den Kontakt zu Komponisten und Musikern wie Unsuk Chin, Matthias Pintscher, Peter Eötvös, Olga Neuwirth, Frederic Rzewski, Helmut Lachenmann, Stephan Braun, Gregor Hübner, Robert Moran, Markus Stockhausen, Klaus Doldinger, David Gazarov, Omar Keirat, Arash Safarian, 

Anders Hillborg und Jörg Widmann.

Die speziellen spieltechnischen Eigenschaften der barocken Musik erlernte Simon Eberle durch den intensiven Austausch und das Konzertieren 

mit Musikern wie Ton Koopman, Reinhardt Goebel,  Werner Erhardt, Kristin von der Goltz, Raphael Alpermann, Hans-Jürgen Schnoor und Anner Bylsma.

Von 2008 bis September 2015 spielte Simon Eberle ein Cello von Mario Gadda, Mantua 1962,

aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben. 

Zurzeit spielt er auf einem Violoncello von Jean Baptiste Vuillaume aus dem Jahr 1847, eine freundliche Leihgabe aus Privatbesitz.

BIOGRAPHIE

© Ursula Klepper

© 2019 by Simon Eberle